Die kleinen Dinge am Rande

Es wird lange dauern, bis die Wunden verheilt sind und die Lücke geschlossen ist, die der plötzliche Tod von Ludger „Lupo” Bahns beim VfL Emslage hinterlassen hat. Am Ostersamstag war der Betreuer des Bezirksligisten im Alter von 43 Jahren unerwartet verstorben.

Nahezu unbemerkt vom eigentlichen Spielgeschehen hatte Bahns für viele Dinge am Rande gesorgt – so wie es auch in vielen anderen Klubs Woche für Woche geschieht. Jetzt, wo diese Arbeit liegen bleibt, kommt beim VfL Emslage die Erkenntnis, welche Dienste ihr Betreuer wie selbstverständlich erledigt hat. „Das ging am Sonntag vor dem Spiel gegen Olympia Laxten schon los: Keiner konnte so recht mit dem Kreidewagen umgehen, um das Spielfeld abzukreiden”, schildert Obmann Werner Rühlmann eine Aktion, die letztlich zweieinhalb Stunden dauerte.

Vorher hatte sie der Betreuer stets übernommen – wie auch die Aufgabe, vor Beginn einer jeden Fußballsaison die Spielfelder neu zu vermessen und die Begrenzungslinien exakt mit Maßband und Leine zu ziehen – ohne Auftrag, ohne Hinweis, rechtzeitig, anstandslos und ohne Erwartung einer Anerkennung. Auch die übrige Organisation hatte Bahns beim VfL im Griff gehabt: Getränke für die Spieler, Trikots bereit halten, sich kümmern um die Dinge am Rande – das war sein Markenzeichen in Emslage. „Da brauchte ihm niemand Anweisungen zu geben”, weiß Werner Rühlmann, der im Sommer den Posten des Obmanns von Bahns übernommen hatte, weil sich dieser wiederum fortan um die Aufgaben als Kassenwart des Vereins kümmerte. Über zehn Jahre war Bahns das „Mädchen für alles”. Nun müssen sich die Emslager Gedanken machen, wie sie diese Arbeiten zukünftig erledigen – Spieltag für Spieltag…

Quelle: www.mt-net.de

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