Eintracht-Spieler äußern massive Kritik

Oberliga-Team fühlt sich verschaukelt

Der Mannschaftsrat des Fußball-Oberligisten Eintracht Nordhorn hat wegen des Fehlers beim Lizenzantrag die Vereinsführung angegriffen. Die Spieler haben den Eindruck, dass mit Absicht etwas falsch gemacht wurde.Die Eintracht-Fußballer sind sauer und tief enttäuscht, dass sie wegen des teilweise zu spät gestellten Lizenzantrages (die GN berichteten) um ihre Chance gebracht wurden, in die Regionalliga aufzusteigen. Der Mannschaftsrat des Nordhorner Oberligisten, bestehend aus Herion Novaku, Hartmut Vrielmann, Dennis Brode, Deniz Baysoy, Torben Rattelsdorfer und Danny Arend, hat gestern im Namen des gesamten Teams massive Kritik an der Vereinsführung geäußert. „Wir sind richtig sauer auf den ganzen Vorstand und sehr, sehr enttäuscht”, sagt Mannschaftskapitän Herion Novaku. Dennis Brode fügt hinzu, es fehle das Vertrauen in den aktuellen Vorstand – und der Stürmer geht sogar noch weiter: „In meinen Augen ist für den Vorstand jetzt der optimale Zeitpunkt, um zurückzutreten.”

Bei den Spielern ist der Eindruck entstanden, dass die noch fehlenden Unterlagen des ersten Teiles des Lizenzantrages bewusst zu spät auf den Weg gebracht wurden. Das hatte der Vereinsvorsitzende Andreas Arnold am Montag zwar explizit verneint, Brode sagt aber: „Die ganze Mannschaft denkt, dass es Absicht war.” Der Angreifer fühlt sich schlicht „verarscht” und spricht den zeitlichen Vorlauf an, den der Verein für den Antrag gehabt habe. Brode: „Man hat drei Monate Zeit für die Lizenz!” Und mit Blick auf den Vorsitzenden Arnold, der während des Ablaufes der Frist im Urlaub war, stellt Novaku klar: „Im Zweifelsfall muss man auf den Urlaub verzichten.”

Deniz Baysoy (Foto unten) stellt angesichts der zeitlichen Abläufe die Frage: „Warum lässt man es bis zur letzten Minute liegen? Warum macht man es nicht vorher? Man hat so lange Zeit und dann kommt es 21 Minuten zu spät.” Im offensichtlichen Glauben daran, dass beim Lizenzantrag bewusst etwas falsch gemacht wurde, sagt Youngster Danny Arend: „Wenn es um die Finanzen gegangen wäre, hätte man es uns sagen können.” Der Offensivspieler gehört nach Ansicht von Brode zu den jungen Spielern, denen ein verpasster Aufstieg besonders weh tut. „Sie hätten sich in der Regionalliga empfehlen und weiterentwickeln können”, sagt der Eintracht-Torjäger, der zudem den Imageschaden für den Verein anspricht.

Torben Rattelsdorfer beklagt aber auch die allgemeine Situation: „Es wurde sich überhaupt nicht um die Mannschaft gekümmert, auch was Vertragsverlängerungen angeht. Verträge sind bis heute noch offen, normalerweise schließt man solche Sachen schon Ende Januar ab. Das ist doch den Spielern gegenüber unfair, denn die müssen sich doch auch wieder einen neuen Verein suchen.” Die Zusagen, die Eintracht-Spieler den Verantwortlichen gegeben haben, galten nach Auskunft der Aktiven sowohl für die vierte als auch für die fünfte Liga. Trainer Shefqet Lajci hat seinen Schützlingen allerdings am Montag im Beisein von Verantwortlichen mitgeteilt, dass sie sich nun nicht mehr an Zusagen halten müssen. Er sagt: „Nur wer hier spielen will, soll hier auch spielen – dazu stehe ich.” Die neueste Entwicklung hat allerdings keinen Einfluss auf seine eigene Zusage, am Heideweg weiter zu machen. Lajci stellt klar: „Ich bleibe auf jeden Fall, ich habe mein Wort gegeben.” Die Reaktion seiner Spieler kann der Coach im Übrigen vollends nachvollziehen: „Ich kann es verstehen, ich bin selbst sauer.”

Mannschaftskapitän Herion Novaku stellt klar, dass sich die Spieler trotz der fehlenden Möglichkeit, in die Regionalliga aufzusteigen, bis zum Ende voll reinhängen werden. „Wir garantieren unseren treuen Zuschauern, dass wir so weiterspielen werden und versuchen, Meister zu werden”, sagt der Eintracht-Routinier.

Enttäuscht waren die Spieler auch darüber, wie sie über den missglückten Lizenzantrag informiert wurden. Der Vereinsvorsitzende Andreas Arnold habe sich zwar entschuldigt, berichtet Dennis Brode, „für ihn war die Saison aber in einer Viertelstunde abgehakt – so in der Art: Das müssen wir jetzt abhaken”, sagt der Eintracht-Stürmer. „Das war fast schon respektlos uns gegenüber”, schildert Danny Arend seinen Eindruck. Und dass die Eintracht-Spieler nach eigenen Angaben nach dem Spiel gegen Borussia Dortmund am Freitag nicht im VIP-Raum essen dürfen, sondern in der Kabine, hat sie in der jetzigen Situation erst recht aufgebracht. Daraufhin habe man mitgeteilt, dann lieber direkt zu gehen.

345752-baysoydeniz1723xxx

Quelle: www.gn-online.de

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>