Fullen

Erste Anfänge des Sports beim FC Fullen

Schon in den zwanziger Jahren gründete man in Fullen erstmals ei­nen Fußballverein, der aber keinen Bestand hatte. Nach dem 2. Welt­krieg, etwa 1948/49, wurde wiederum ein Verein ins Leben ge­rufen, der mit Josef Schulte, Heinrich Eilers, Bernhard Bolmer, Heinrich und Gerhard Ahlers, Heinrich Tappel und dem damaligen Vorsitzen­den Bernhard Hüser seine markantesten Persönlichkeiten hatte. Mangels finanzieller Unterstützung kam das Vereinsleben im Früh­jahr 1950 wieder zum Erliegen. Einige Sportler spielten danach in auswärtigen Mannschaften.

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Foto, entstanden um 1950

(hinten von links): Hermann Otten ?, Bernhard Bolmer, Bernhard Ahlers, Hermann Schulte, Bernhard Tappel, Heinrich Eilers, Bernhard Grote

(vorne von links): August Bolmer, Josef Schulte, Gerhard Stroot, Heinrich Ahlers


Am 24.07.58 meldete sich der FC Fullen erstmals zum Spielbetrieb beim Kreissportbund Meppen an und zwar mit je einer Senioren-, Jugend- und Schülermannschaft. Begonnen haben die Senioren in der 3. Kreisklasse, schon in den ersten Jahren stieg das Team bis zur 1. Kreisklasse auf.

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Dem ersten Vorstand gehörten folgende Personen an:

1. Vorsitzender: Heinrich Wösten, Polizeihauptwachtmeister i. R.

2. Vorsitzender: Heinrich Groteschulte, Schneidermeister

Kassenwart: Clemens Dreyer, Viehkaufmann

Schriftführer: Josef Kamp, Kaufmann

Jugendleiter: Heinrich Ahlers, Jungbauer

Weitere Vorsitzende des FC Fullen:

ab 1965 – Bernhard Meyer, Gr. Fullen

ab 1969 – Franz Pöttker, Klein Fullen

ab 1971 – Peter Reiners, Klein Fullen

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Pioniere des Jugend- und Herrenfußballs in Fullen:

Jugendspieler:

B. Lammers, Franz Pöttker, Heinrich Bruns, Gerhard Geiger (alle Klein Fullen), H. Eilers, A. Reckweck, A. Ahlers, K. Schulte, A. Steffens, B. Fühner, N. Scholz, K. Otten, B. Kuhr, B. Bolmer, A. Heidemann (alle Groß Fullen); aus Neuversen: F. Böckermann

Herrenspieler:

H. Otten, H. Lammers, F. Lammers, G. Albers, A. Augustin (alle Klein Fullen) W. Schulte, K. Dreyer, B. Beckmann. J. Moß. C. Schwenen, H. Giese,

J. Giese, B. Bölscher, A. Schwenen, H. Otten, G. Fühner, G. Thyen,

G. Dreyer, B. Meyer (alle Groß Fullen)

Die Mitgliederzahl des FC Fullen bewegte sich in den 60er Jahren zwischen 70 und 100 Personen.

Gespielt wurde auf dem Sportplatz an der Schöninghsdorfer Straße, wo schon seit Jahrzehnten ein Platz für die sportliche Betätigung der Fullener Bevölkerung vorhanden war. Anfangs musste aber gele­gentlich auch auf „Schultes Kuhweide” ausgewichen werden.

1963/1964 Bau des Umkleidegebäudes – Kosten: ca. 15.150 DM 1966 Herstellung des Flutlichtes – Kosten: ca. 1.800 DM

Neben der Sparte Fußball gab es beim FC auch Tischtennis und Leichtathletik. So wurden zu den Kreismeisterschaften der Leicht­athleten im Mai 1963 Helmut Kaiser, Heinz Tappel und Gerd Schwenen angemeldet.

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FC Fullen (Foto aus dem Jahre 1948)

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Stehend von links nach rechts:

Bernhard Bolmer, Walter Schneider, Josef Schulte, Wilhelm Schwanken, Josef Olliges, Heinz Ander, ???, Heinrich Eilers

Sitzend von links nach rechts:

Heinrich Ahlers, Werner Barwisch (Torwart), August Bolmer


Das Foto ist auf dem ehemaligen Sportplatz in Groß Fullen an der Schöninghsdorfer Straße aufgenommen worden. Das Aufnahmejahr liegt bald nach dem Ende des 2. Weltkriegs, vermutlich im Jahre 1948. Zur Mannschaft gehörte zeitweise auch ein „Spanier” namens Enrique gen. Benno Hellmann, der später wieder nach Spanien gegangen ist

Das Foto wurde im Herbst 2008 von Walter Schneider, einem ehe-maligen Bewohner Groß Fullens, dem VfL Emslage dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt. Er ist im Sommer 2008 selbst 85 Jah-re geworden und bekam das Fullen-Buch zum 1150-Jahre-Jubiläum geschenkt. Darin las er einen Bericht über die Anfänge des (Fuß-ball)-Sports in Fullen und fand in seinen alten Fotoalben dieses Mannschaftsfoto.
Walter Schneider wusste zu berichten, dass er zusammen mit dem damaligen „Chef” und Manager der Mannschaft, Bernhard/Benno Hüser, das Holz für die Tore geholt und sie zusammengebaut hatte. Sie hatten sogar Netze, damals mit den ersten Tornetzen in der hie-sigen Gegend. Sie stammten vom Schießplatz in Meppen, Walter Schneider hat sie selbst fertig gestellt. Die Trikots nähte seine Ehefrau Erna Schneider, auch Elisabeth Arens (heute wohnt sie in Versen, Frankfurter Straße) hatte ihren Anteil daran.
Das Fußballspielen und weniger das Training wurden damals groß geschrieben. Auswärts wurde meist verloren, doch die Heimspiele an der Kampfbahn in Gr. Fullen konnten erfolgreicher gestaltet werden.
Der VfL sagt seinen alten Kämpen Walter Schneider und Bernhard Bolmer Dank für das Foto und die Informationen und wünscht ihnen für die Zukunft vor allem Gesundheit und Zufriedenheit.

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FC Fullen wurde gegründet

Die Arbeit des vorbereitenden Ausschusses ebnete den Weg — Vereinsfarben Schwarz-Weiß —
Artikel in den Emsland-Nachrichten vom 10.06.1958
Fullen – In einer kürzlich durchgeführten Interessenversammlung, in der unter anderem der sportbegeisterten Jugend seitens des Kreisverbandes Erläuterungen über eine Sportvereinsgründung gegeben und Verbandsbestimmungen bekanntgegeben wurden, schritt man zur Bildung eines vorbereitenden Ausschusses, um die örtlich und allgemein bestehenden Schwierigkeiten, die einer Vereinsgründung im Wege standen, zu beseitigen.

 

Der Ausschuß unter Führung der Lehrerschaft ging von der Tatsache aus, daß in Fullen seit dem Jahre 1920 schon mehrfach Sportvereine gegründet wurden die nicht existenzfähig waren. Die Ausschußarbeit erstreckte sich insbesondere auf die Schaffung einer ordnungsmäßigen Spielfläche. da bis heute für einen Sportplatz lediglich ein passendes Gelände vorhanden ist, auf die Vorfinanzierung und spätere Sicherstellung des zu gründenden Vereins in wirtschaftlicher Hinsicht und schließlich die Namhaftmachung und Bereitschaft geeigneter Persönlichkeiten für den Vereinsvorstand.

 

Nach eingehenden Besprechungen und Rücksprachen, insbesondere mit den Bürgermeistern der Gemeinde Gr. Fullen und Kl. Fullen, glaubte man, alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumen zu können, so daß der Ausschuß alle Interessenten zur Gründungsversammlung, die im Saal Kamp stattfand, einlud. Den zahlreich Erschienenen wurde über die Arbeit des Ausschusses eingehend berichtet, alle zur Mitarbeit, zur Kameradschaft und Vereinstreue aufgefordert.

 

Die Bürgermeister Thyen (Groß Fullen) und Bruns (Klein Fullen) stellten, vorbehaltlich der Zustimmung ihrer Gemeinderäte, eine finanzielle Hilfe in Aussicht. Nachdem sich schon in der Gründungsversammlung über 30 Aktive und etwa 20 Passive als Mitglieder in die Listen eingetragen hatten, schritt man zur Wahl des engeren Vorstandes, die folgendes Ergebnis hatte: 1. Vorsitzender Polizeihauptwachtmeister i.R. Heinz Wösten, 2. Vorsitzender Schneidermeister Heinrich Groteschulte, Schriftführer Kaufmann Josef Kamp, Kassierer Viehkaufmann Clemens Dreyer, Gerätewart Schumachermeister Gerhard Fühner, Jugendwart Peter Reiners und Jungbauer Heinrich Ahlers, Mannschaftsbetreuer Friseurmeister Alfons Schmidt. Für die Betreuung und das Training der noch zu bildenden Schülermannschaft stellten sich Hauptlehrer Kotte und Lehrer Osterbrink zur Verfügung, die beide jederzeit bereit sind, helfend einzugreifen. Die Bildung von Fachausschüssen bleibt einer späteren Mitgliederversammlung vorbehalten.

 

Der Name des Vereins ist „FC Fullen”, die Vereinsfarben sind Schwarz/Weiß. Der Vereinsvorstand wird sofort mit den umfangreichen Arbeiten zur Verbesserung des Sportplatzes und der Ausarbeitung der Vereinssatzung beginnen, außerdem wird die Werbung neuer Mitglieder intensiv erfolgen. Nachdem noch einige Fragen mit dem Vorstand des Schützenvereins „St. Hubertus” Fullen geklärt waren, wurde die erfolgreich verlaufene Gründungsversammlung geschlossen.

 

Fullen hat nun auch einen Sportverein. Zu den im Herbst beginnenden Punktspielen werden zunächst eine Herrenmannschaft und eine Jugendmannschaft gemeldet werden. Die Eltern unserer sportbegeisterten Jugend und alle Erwachsenen unserer beiden Gemeinden werden das notwendige Verständnis für die Vereinsgründung aufbringen un d gerne bereit sein, durch einen kleinen Mitgliedsbeitrag zu helfen, etwas Großes zu schaffen und zu erhalten.

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